Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Die Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) ist ein Verfahren, wodurch es möglich wäre, Paare mit männlichem Unfruchtbarkeit-Faktor Kinder zu haben. Der Grund dafür ist, dass es viel weniger Spermien nötig sind, weil jedes Spermium direkt in eine Eizelle injiziert wird. Bei den anderen bekannten Methoden der assistierten Reproduktion (intrauteriner Insemination und konventioneller IVF) werden tausende/millionen Spermien benötigt, um eine Befruchtung zu erreichen.

Ebenfalls wie bei der konventionellen In-vitro-Fertilisation, erfordert die ICSI-Befruchtung reife Eizellen, daher unterziehen sich die meisten Patientinnen einer hormonellen Stimulation, welche die Reifung einer wesentlich größeren Zahl von Eizellen als beim normalen Prozess der Ovulation ermöglicht.

Während der gesamten Zeit der Kontrollierten Ovariellen Überstimulation verfolgt der behandelnde Gynäkologe das Wachstum der Follikel der Patientin und entscheidet, wann sie mit Pregnyl (Medikament, das die Ovulation induziert) injiziert werden muss und wann die Follikelpunktion (2) stattfindet (zwischen 34 und 36 Stunden nach der Injektion mit Pregnyl).

Am Tag der Punktion muss der Partner der Patientin eine Samenprobe (3) abgeben, um diese für die Befruchtung der gewonnenen Eizellen zu verwenden. Eine gefrorene Samenprobe kann auch verwendet werden, falls der Partner der Patientin aus irgendeinem Grund eine Samenprobe am jeweiligen Tag nicht abgeben kann. Je nach Art des männlichen Unfruchtbarkeit-Faktors kann es notwendig sein, dass der Partner der Patientin sich einer mikrochirurgischen Spermienextraktion (PESA, MESA, TESA или TEFNA) zur Gewinnung von Spermien unterziehen muss.Nach der Verarbeitung wird die Samenprobe unter Mikroskop untersucht, und es werden einzelne Spermien ausgewählt auf Grundlage ihrer Morphologie (Form) und Beweglichkeit. Die Anzahl der ausgewählten Spermien entspricht der Anzahl der Eizellen.

Die Spermien werden in den Eizellen injiziert (ICSI – (4)), deren Entwicklung täglich für bis zu 6 Tage überwacht wird. Aus den erhaltenen Embryonen werden die besten gewählt, die in die Gebärmutter der Patientin übertragen werden (Embryotransfer – (5)). Falls mehrere Embryonen mit guter Qualität vorhanden sind, können einige von ihnen eingefroren und in einem nachfolgenden IVF-Zyklus transferiert werden.

Die ICSI-Befruchtung wird für Paare empfohlen, bei denen beobachtet wird:

Männlicher Faktor der Infertilität

Niedrige Erfolgsquoten der Befruchtung in früheren Zyklen von konventioneller In-Vitro-Befruchtung

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